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Studio - Atelier PÜHRINGER

 

 

Ich bin ein Verbinder von Architektur und Kunst

 

Oft in den Jahrzehnten fragte man mich danach: Ja, ich habe meine Formensprache über die Zeit hinweg beibehalten. Meine Werke nehmen, formal wie inhaltlich, Bezug auf die Gebäude, die sie durchdringen oder an deren Fassaden sie montiert sind, auf die Plätze, auf denen sie emporragen und die sie in einigen Metern überbrücken.

Eigentlich sehe ich es auch umgekehrt: Meine Kunstwerke nehmen meistens die Dimension der Architektur an. Früher waren es waffenähnliche Gebilde, die entweder Gebäude erzeugen, verbinden oder Plätze bilden oder bestimmen. Aus diesem inneren Dialog nannte ich sie später Connections, auch als Verbindung zwischen Ruhe und Bewegung oder Statik und Dynamik.

Das Material ist - schon in der Zeichnung und erst Recht als Skulptur - Stahl, Aluminium und Holz. Und der Raum dazwischen. Ja, der Raum dazwischen ist geistiges Material, wo eben die Verbindung stattfindet.

 

 

 

Beruhigung und Aufwühlung

 

In dem Spannungsfeld zwischen Harmonie und Disharmonie findet für mich die meiste Kunst statt, jedenfalls meine. Vieles bei mir wirkt kantig, roh und doch elegant, komplex und reduziert zugleich. Verstrebungen lasse ich wie ein Skelett offen dastehen, ohne die verdeckende und schützende Hülle, die bauliche Architektur ausmacht.

Andererseits geht und ging es mir auch immer darum, eine Gegenwelt zur Natur zu erfinden. Die Brücke ist ein Einschub in die Natur oder räumlich historische Gegebenheit.

Die Heuberger Connection ist erweiterte Realität im Nutz-Raum der Industrie.

Monumental und leicht, das war im Kern der Anspruch, der Wechsel und ständige Duktus im Gedankenfluss zwischen Aufwühlung und Ruhe.

Vieles führt beim Betrachter zur Wiedererkennung, vieles zum totalen Unverständnis und Ablehnung. Zum Beispiel verschleiere ich die Bilder des Krieges nicht, die Manifestation des Krieges soll sich in der Skulptur wiederfinden.

 

 

 

Versöhnung der Gegenwelt mit der nicht interessanten Welt

 

Mir ging es immer darum, mein inneres Spiegelbild als Ausdruck gesellschaftlicher Bewegungen und Beziehungen, als Connectionzu sehen und zu nutzen.

Aus dem Netz in einer Zeichnung wird so eine konstruktivistische Möglichkeit.

Dabei handelt es sich um eine selbst erzeugte Begeisterungswelt, meinen Balkon zu einer Parallelwelt. Das Widersprüchliche wird dabei zur künstlerischen Einheit. Maschinenintelligenz und erweiterte Realität, heute zur Zeit des Aufbruchs in die Augmented Realitywar bei mir schon von vornherein da - im Fall einer Skulptur als riesenhaftes Standbild. So bin ich also der Visionär der Sechziger geblieben und habe deren Hoffnungen in einem wichtigen Teilbereich erfüllt. Gewehre und Gewehrkolben sind über die Jahrzehnte ihrer Bedrohlichkeit entkleidet, sie sind zu durchaus liebenswerten Elementen geworden.

 

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